BSV 83 Langen

24. Langener Bowling Pfingstturnier am 15. und 16. Mai 2016

Der Spielmodus ist auf Spannung ausgelegt. Dennoch: Was wir in diesem Jahr erlebt haben, gab es in all den Jahren zuvor noch nicht. Aber der Reihe nach:

Zum 24. Mal trafen sich Sportbowler zum Langener Pfingstturnier, das auf der für das KO-System idealen Anlage in Eschersheim mit seinen 32 Bahnen ausgetragen wurde. Teilnehmer vornehmlich aus Hessen aber auch aus einer Reihe anderer Landesverbände (Baden, Bayern, Nordrhein-Westphalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Südbaden, Thüringen und Württemberg) fanden in diesem Jahr den Weg nach Eschersheim.

An dieser Stelle Dank an alle, die durch ihre Teilnahme zum Gelingen dieses Turniers beigetragen haben, insbesondere auch an die, die in diesem Jahr weniger erfolgreich waren. Wir hoffen, alle im nächsten Jahr gesund wiedersehen zu dürfen.

Zu den Ergebnissen:

Der Cut für Platz 32 lag in diesem Jahr bei 2405 (Ø 200,83) und damit fast 100 Holz über dem Cut des letzten Jahres.

Die beste Vorrundenserie spielte Daniel Fuertes mit 1502, dabei auch das höchste Spiel des Turniers mit 298. Da sein Partner Florian Rousselange ebenfalls noch 1255 beitrug, sollte man meinen, dass die Summe von 2757 (Ø 229,75) zum ersten Platz ausreichend wäre, aber mit diesem Ergebnis waren sie nur zweite. Mit 1340 bzw. 1439, in der Summe 2779 (Ø 231,58) waren Sven Mader und Mike Mank die Nummer 1.

În der Zwischenrunde (3er Serie, KO-System) konnten sich im Wesentlichen die Favoriten durchsetzen. Auch wenn einige Teilnehmer ausscheiden mussten, deren Ergebnis in den meisten Fällen zum Überstehen der Zwischenrunde ausgereicht hätte. Zum Beispiel erzielten Christian Haas und Sebastian Ott 1298 (Ø 216,33). Das hätte gereicht, um die Zwischenrunden-Ergebnisse der ersten 3 der Vorrunde zu schlagen. Sie hatten aber das Pech gegen Saskia Schutte und Vanessa Timter (Vorrunde Platz 4) antreten zu müssen, die mit 1379 (incl. HDC) das zweithöchste Ergebnis der Zwischenrunde erzielten. Übertroffen wurde diese Leistung nur von den 1432, die in der Summe bei Kanittha Pohl und Uta König auf dem Scoresheet standen. Uta König spielte mit 261+243+255 = 759 die höchste Dreierserie. Das reichte aus, um von Platz 24 kommend, die Nummer 7 der Vorrunde zu eliminieren. Mit ein wenig (oder ein wenig mehr) Glück kann man aber auch mit einem kleinen Ausrutscher noch ins Achtelfinale kommen. Immerhin 3 Doppel überstanden die Zwischenrunde mit Ergebnissen unter 1200.

Besonders spannend machten es im Achtelfinale Florian Mader/Alexander Fath gegen Uwe Flick/Hagen Pest. Hagen hatte zwar mit 253 das höchste Ergebnis dieser Paarung, in der Summe fehlten dann aber 5 Holz für's Weiterkommen (428/433). Fast genauso knapp ging es zwischen Frank Milnikel /Klaus Reitze und Timo Bohnenberger/Roland Lust zu: Netto lagen Milnikel/Reitze mit 2 Pins vorne, aber 10 Pins Handycap gaben hier den Ausschlag. Noch erwähnenswert aus dem Achtelfinale: Rene Belgar und Ferdi Castro knackten die 500er-Marke mit 256 bzw. 246.

Wem das an Spannung noch nicht genug war, wurde jetzt bedient: Im Viertelfinale trat etwas ein, was wir in den 23 Jahren zuvor beim Pfingstturnier noch nicht hatten: Pingleichkeit im Viertelfinale. In der Vorrunde war das schon öfter vorgekommen, sogar einmal zwischen Platz 32 und 33, aber nie zuvor in einem Finalspiel. Inklusive Handicap stand es am Ende des Spiels 401/401. Und wieder waren Bohnenberger/Lust auf der glücklicheren Seite. Sie hatten mit 195/196 eindeutig die geringere Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Spiel und waren damit gemäß Ausschreibung die Sieger gegen die Vorrunden-Ersten Sven Mader/Mike Mank.

Pohl/König, die in der Zwischenrunde noch spektakulär aufgetrumpft hatten, mussten sich ebenfalls im Viertelfinale geschlagen geben. Gegen die 504 von Rousselange/Fuertes hatten sie diesmal keine Chance.

Im letzten Jahr erreichten die Vorrundenplätze 10, 19, 21 und 24 das Halbfinale.

Das sah dieses Jahr ganz anders aus:

Florian Rousselange / Daniel Fuertes, BV 95 Phönix Frankfurt / BV 77 Frankfurt (Vorrunde Platz 2)
- gegen -
Rene Belgar / Ferdi Castro, BKSV Stuttgart-Nord / BKSV Stuttgart-Nord (Vorrunde Platz 3)

und

Saskia Schutte / Vanessa Timter, KBV Kelsterbach / BV 77 Frankfurt (Vorrunde Platz 4)
- gegen -
Timo Bohnenberger / Roland Lust, BV Pforzheim / BV Pforzheim (Vorrunde Platz 9)

Im Achtelfinale noch 500 gespielt, reichte es jetzt für Belgar/Castro nicht für die 400. Rousselange/Fuertes gewannen mit 414/385. Es war aber nicht die einzige 414 in diesem Halbfinale:

Bohnenberger/Lust hatten genau dasselbe Ergebnis. Nur Vanessa musste noch ihren 10. Frame spielen und da standen inkl. HDC 386 und ein Spare im 9. Ein Strike und mindestens 9 Pins aus zwei Würfen oder 9/Spare und ein Strike reichen für den Sieg. Alles andere reicht maximal für Pingleichheit und da ihre Gegner 191/213 zu Buche stehen hatten, ihre Partnerin aber nur 178, wäre ein Gleichstand nicht genug. Ihr Ball läuft gut in die Gasse, vielleicht ein Hauch zu lang und die Zehn bleibt stehen. Der Räumer ist kein Problem für sie, obwohl die Nerven sicher zum Zerreißen gespannt waren. Doch nun muss ein Strike fallen, sonst geht das Spiel verloren.

Wieder ein schöner Lauf in die Gasse. Niemand wäre überrascht gewesen, wenn der Strike gefallen wäre. Aber er fiel nicht. Wieder stand die Zehn und zum dritten Mal 414 im Halbfinale.

Und damit erneut das glücklichere Ende in der Tie-Breaker Regel für Bohnenberger/Lust.

Mit Glück, einer insgesamt sehr soliden Leistung ohne Einbrüche und einem klaren 450/359 Sieg im Finale sind sie dann auch verdient Gewinner des 24. Langener Pfingsturniers geworden.

Die Sieger 2016

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern, herzlichen Dank allen, die den Weg zu uns gefunden haben. Wir freuen uns schon jetzt aufs nächste Jahr beim 25. Pfingstturnier des BSV Langen 83. Wir nehmen den diesjährigen Verlauf zum Anlass, die Tiebreaker-Regel zu überdenken. Ob wir sie tatsächlich ändern werden, kann und will ich jetzt noch nicht sagen.

 

        

        

        

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